So einfach ist der Corona-Test: Film zeigt die Arbeit in den Abstrichzentren

Landkreis Harburg (lk) – Bilder sagen mehr als tausend Worte: Wie läuft ein Abstrich für einen Test auf Covid 19 eigentlich ab? Ein neuer Film aus dem Corona-Abstrichzentrum Winsen zeigt das und erklärt die nur wenige Augenblicke dauernde Prozedur. Die Idee hatte der Jesteburger Arzt Dr. Emre Esmer, der die Abstriche im Winsener Abstrichzentrum vornimmt, der Jesteburger Künstler Ayhan Keser hat den Film gestaltet. Der kurze Clip ist auf der Internetseite des Landkreises Harburg (www.landkreis-harburg.de), auf dem You-Tube-Kanal des Landkreises und der Facebookseite des Landkreises zu sehen.

„Ich freue mich über die Initiative und das tolle Ergebnis“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Dieser Film ist eine gute Möglichkeit, unsere Bürgerinnen und Bürger über die Abstrichzentren zu informieren und zu zeigen, wie einfach und unkompliziert die Corona-Tests ablaufen.“ Der Landrat betont, wie wichtig die Testungen auch bei zurückgehenden Infektionszahlen sind. „Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überwunden, wir müssen weiter achtsam bleiben. Durch die Testung eines breiteren Personenkreises wollen wir die Dunkelziffer an Corona-Erkrankungen im Landkreis möglichst klein halten“, sagt Landrat Rainer Rempe. Er appelliert: „Lassen Sie sich bei Symptomen testen.“

Dr. Emre Esmer spürt bei den Testungen immer wieder eine Unsicherheit bei den Patientinnen und Patienten. So kam er auf die Idee zu dem Film – und sprach den Künstler Ayhan Keser an, mit dem er seit Langem befreundet ist. Das Ziel: „Wir wollen die Unsicherheit nehmen und aufklären, aber auch dafür werben, dass sich mehr Menschen testen lassen und wir eine bessere Datenmenge erhalten. Denn je mehr Informationen wir haben, desto besser können wir wieder den Weg zur Normalität finden“, sagt der Mediziner.

Die beiden Corona-Abstrich-Testzentren an den beiden Krankenhäusern Winsen und Buchholz sind seit dem 23. März in Betrieb, Termine werden über eine spezielle Hotline vergeben. Möglich ist der Test für Personen mit Symptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen.
Um einen Termin zu erhalten, gibt es für Erkrankte zwei Wege:
– Die Patienten wenden sich zunächst an ihren Hausarzt bzw. ihre Hausärztin. Der Arzt oder die Ärztin meldet den Fall dann dem Landkreis, der Kontakt aufnimmt und die Terminvergabe vornimmt.
– Die andere Möglichkeit: Die Patienten melden sich direkt über die Hotline (Telefon 04171 – 693 111).

Im Testzentrum meldet sich der Patient am Fenster des Containers an und wird dort mit Personalausweis sowie der Krankenversicherungskarte registriert. Anschließend führt der Arzt im Container einen Abstrich durch, nimmt also Gewebeproben aus Mund und Nase. Danach begibt sich der Patient nach Hause. Das Gesundheitsamt bleibt mit dem Patienten in Kontakt.
Das Gesundheitsamt bekommt auch das Testergebnis vom Labor mitgeteilt. Sobald es vorliegt, wird das Gesundheitsamt dem Patienten mitteilen, ob der Test negativ (keine Corona-Erkrankung) oder positiv ausgefallen ist.

An jedem Zentrum können am Tag bis zu 70 Abstriche vorgenommen werden, derzeit finden jeweils täglich um die 40 Tests statt. Daneben sind unverändert Ärzte als „mobile Teams“ im Landkreis unterwegs, um Abstriche zu nehmen. Bisher haben gut 3700 Testungen im Landkreis stattgefunden, mehr als 85 Prozent sind negativ. 508 Personen wurden positiv getestet, davon sind 368 bereits wieder genesen.
Alle Informationen zum Test und den Testzentren finden sich auf www.landkreis-harburg.de/corona . Dort ist der Film ebenso eingestellt wie unter https://www.youtube.com/watch?v=1mZYTQSxNAI .

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